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Zweiter Landesparteitag

Interview mit Martin Feller zum außerordentlichen Parteitag der WASG-NRW

Links im Bild Oskar Lafontaine, rechts im Bild Martin Feller vor drei Monaten auf dem Parteitag der WASG-NRW in Köln.

Am 29. Oktober, Fortsetzung am 05. November, findet in Witten der außerordentliche Parteitag der WASG-NRW statt. Der WASG Kreisverband Borken-Coesfeld wird dort mit fünf Delegierten vertreten sein, darunter der Bocholter Martin Feller. Die Internetredaktion sprach deshalb im Vorfeld des Parteitages mit Martin Feller.

Internetredaktion: Mit welchen Gefühlen fährst du zum Parteitag, wie bereitest du dich darauf vor und wie beziehst du die Mitglieder in deinem Kreisverband mit ein?

Martin Feller: Mit Neugier und Entschlossenheit. Vom Landesvorstand habe ich eine dicke Mappe mit allen Anträgen zum Parteitag zugeschickt bekommen, die Inhalte dieser Anträge werde ich den KollegInnen nächsten Samstag auf der Kreismitgliederversammlung in einer kurzen Zusammenfassung vorstellen.

Internetredaktion: Alle Delegierte haben dieses Antragspaket erhalten, es ist 105 Seiten stark. Was sind das für Anträge? Zu welchen Anträgen könnte es zu kontroversen Auseinandersetzungen kommen? Und wie stehst du dazu?

Martin Feller: Nun, es gibt viele sinnvolle Anträge, die Ausführungsbestimmungen zur Landessatzung beinhalten und Ähnliches. Viele Anträge sollen jedoch auch die Ausrichtung unserer Politik in verschiedene Richtungen hin radikalisieren, was hoffentlich keine Mehrheit findet wird. Einer der brisantesten Anträge ist der, den Landesvorstand abzuwählen. Ich denke, dass es Mehrheiten für eine im wahrsten Sinne des Wortes "vernünftige" Ausrichtung der WASG geben wird.

Internetredaktion: Auf dem letzten Parteitag der WASG-NRW in Köln wurde Oskar Lafontaine zum Spitzenkandidat für die Bundestagswahl gekürt bzw. empfohlen. An diesem Parteitag hast du ebenso teilgenommen. Was hat sich seit dem in der politischen Landschaft geändert? Und wie geht es jetzt weiter?

Martin Feller: Oskar ist ein scharfsinniger, vorausschauender Politikprofi. Ohne seine integrative Annäherung zur Linkspartei wäre der WASG wahrscheinlich das gleiche Schicksal wie das aller Parteineugründungen (außer den Grünen) seit 1949 widerfahren: Nach Anfangserfolgen in der Versenkung zu verschwinden! Wir haben es geschafft, Schwarz-Gelb zu verhindern, durch eine starke linke Fraktion im Bundestag. Ich befürworte eine langsame Fusion, die sich mindestens zwei Jahre Zeit nehmen sollte.

Internetredaktion: Welche politischen Forderungen müssten jetzt vorrangig angegangen werden? Und wie können wir vor Ort dazu beitragen?

Martin Feller: Weg mit Hartz IV und Agenda 2010, Mindestlohn einführen und die Bundeswehr raus aus dem Hindukusch. Wir sollten soziale und friedensbewegte Initiativen vor Ort unterstützen.

Internetredaktion: Danke für die Beantwortung der Fragen!

Hinweis zu den Anträgen:
WASG-Mitglieder können die Anträge von der Homepage der WASG-NRW herunterladen. In diesem Fall einfach >>> hier <<< und dann auf Link "Interner Bereich" klicken!