WASG - Wahlalternative Arbeit & soziale Gerechtigkeit - Kreis Borken
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Arbeit

Arbeitsplätze für alle schaffen

Angeblich können wir uns staatlich finanzierte Programme zur Schaffung von Arbeitsplätzen nicht mehr leisten. Das Teuerste und Widersinnigste ist aber, dass die Gesellschaft auf die Fähigkeiten und die Arbeitskraft von Millionen Menschen verzichtet. Die Gesellschaft würde reicher und nicht ärmer, wenn arbeitssuchende Maurer Schulgebäude sanieren und arbeitslose LehrerInnen Kinder in dann kleineren Klassen unterrichten würden. Notwendige Arbeit gibt es genug: Straßen und Kanalnetze, Schulen und öffentliche Gebäude in NRW sind fast alle erneuerungsbedürftig. Auch im Umweltschutz mangelt es nicht an Aufgaben, sondern an Investitionen. In den Bereichen Bildung, öffentliche Dienstleistungen, Pflege und Gesundheitswesen muss der Personalabbau der vergangenen Jahre rückgängig gemacht werden (Im öffentlichen Dienst wurden zwischen 1991 und 2003 1,3 Millionen Arbeitsplätze abgebaut). Öffentliche Investitions- und Beschäftigungsprogramme sind kurzfristig durchzuführen. Sie schaffen Nachfrage für die Binnenwirtschaft, für kleine und mittlere Unternehmen.

Das zweite Mittel gegen die Erwerbslosigkeit ist eine schnelle und deutliche Verkürzung der Arbeitszeit. Heute ist die Arbeit ähnlich ungleich und ungerecht verteilt wie das Vermögen. Millionen Menschen haben eine Nullstundenwoche, während die Beschäftigten Überstunden machen und eine faktische Arbeitszeit von weit mehr als 40 Stunden pro Woche haben. Da die Arbeitsproduktivität Jahr für Jahr steigt, pro Beschäftigtem also jährlich mehr an Waren und Dienstleistungen hergestellt / erbracht werden können, ist Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich möglich. Die WASG setzt sich auf allen Ebenen für Arbeitszeitverkürzungen ein: durch eine Initiative für ein neues Arbeitszeitgesetz, durch unsere Mitarbeit in den Gewerkschaften für neue tarifliche Regelungen und durch Beispiel setzende Arbeitszeitverkürzungen in Land und Kommune.

Unsere Forderungen:

  • 35-Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich als erster Schritt zu weiterer     Arbeitszeitverkürzung
  • Senkung der Lebensarbeitszeit
  • Rente ab 60 statt arbeitslos bis 70
  • Öffentliches Investitionsprogramm zur Verbesserung der Infrastruktur in den Kommunen
  • Schaffung von Arbeitsplätzen zu tariflichen Bedingungen in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Kultur
  • Einführung einer Ausbildungsplatzumlage, um allen Jugendlichen eine qualifizierte und zukunftsorientierte Ausbildung zu ermöglichen
  • Rücknahme der Arbeitszeitverlängerung im öffentlichen Dienst
  • Schaffung von 1 Million zusätzlicher Arbeitsplätze zu tariflichen Bedingungen im öffentlichen Dienst