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Demo in Straßburg

Dieses Bild entstand bei der Anti-Bolkestein-Demo am 11.02.06 in Berlin.

Bericht über die Fahrt zur Anti-Bolkestein-Demonstration nach Strasbourg

Von Claudia Hannemann

Wie allgemein bekannt, beginnt so ein Demonstrantenleben nicht lange nach Mitternacht… Also kurz nach 4 Uhr brachte Dieter u.a. mich zum WASG-Bus nach Dorsten. Eine Besonderheit gegenüber allen meinen bisherigen Buserfahrungen boten allerdings die WASG-Busse:  Für den Notfall – der natürlich nicht eintrat – fuhren auch zwei Rechtsanwälte mit…
So wohlbehütet trafen wir also irgendwann in Strasbourg ein und ein buntes Völkchen an (ganz grob geschätzt 10. – 15.000 Leutchen): Arbeitsloseninitiativen, diverse franz. Sozialgruppen, einige Gewerkschaftsgruppen (insb. IGM von Mercedes), die große Mehrheit aber stellten natürlich Attac und die WASG. Nicht da war die größte franz. Gewerkschaft, die CGT – die kocht ihr Süppchen am 14.2. Nicht da war natürlich auch die SPD. Klar, die waren in Berlin. Ich habe mir später von Dieter berichten lassen, wo sie zu sehen waren: SPD-Thierse auf dem Podium neben SPD-DGB-Sommer, SPD-Nahles am Mikrofon der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender. Schade, dass nicht alle Unterstützer eines sozialen Europas in Strasbourg waren: Für die Fortentwicklung weg von einem neoliberalen zu einem sozialen Europa wäre das gut gewesen. Der europäische Gesichtspunkt darf nicht gegenüber nationalen Aspekten zu kurz kommen!
Der Zug  kreuz und quer durch Strasbourg war wieder das gewohnte Demonstrantenleben. Mit einer Besonderheit: Eine der passierten Straßen hieß „Avenue Herrenschmitt“ – na, das hat doch etwas, nicht wahr? Das Rahmenprogramm war etwas dürftig – vor allem im Verpflegungssektor (haben die in Strasbourg nicht genug Türken, um eine ordentliche Döner-Kultur aufzuziehen??). An RednerInnen war ein bunter Strauß angekündigt: u.a. Attac-Frau Christiane Hansen, Peter Grottian vom Aktionsbündnis Sozialproteste, Annique Coupé von Solidaire und Detlev Baade von den Hafenarbeitern. Richtig verstanden habe ich nur den letzteren; klar, Hafenarbeiter haben eine kräftige Stimme und vor ein paar Wochen schon ordentlich geübt…
Die lange Rückfahrt war wieder das Übliche (vielleicht ein paar Raucher mehr als auf der Hinfahrt). Um ein Uhr nachts waren wir dann wieder in Dorsten, wo Dieter wartete, um seinen Solidarbeitrag – Hin- und Hertransport nach Borken – abzuleisten.

Borken, 12.02.06

Bilder von der Anti-Bolkestein in Straßburg - einfach unten anklicken:

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